Die diesjährige Diözesanversammlung der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Passau bot ein vielseitiges Programm, das sowohl inhaltlich als auch personell wichtige Weichen für das kommende Jahr stellte. Von Freitag bis Sonntag kamen Delegierte aus vier Kreisverbänden, die die Ortsgruppen auf Diözesanebene vertreten, in der LVHS Niederalteich zusammen, um Anträge zu beraten, Wahlen durchzuführen, Berichte anzuhören und sich gemeinsam weiterzubilden.
Ein Highlight war das 66-Minuten-Spiel, bei dem die Gruppe gemeinsam 33 Aufgaben in der vorgegebenen Zeit erledigen musste. Hier konnte nicht nur das Gemeinschaftsgefühl der Delegierten gestärkt, sondern der Konferenzteil etwas aufgelockert werden. Außerdem hatten so alle die Möglichkeit, sich gegenseitig in entspannter Atmosphäre kennenzulernen. Im Anschluss fand die Fragestunde „Frag den Diözesanvorstand und den Wahlausschuss“ statt. Hier erhielten die Delegierten umfassende Einblicke in die Arbeit des Diözesanvorstandes und konnten offene Fragen klären.
David Mitterer aus der Ortsgruppe Mehring im Kreisverband Altötting wurde als neuer ehrenamtlicher Diözesanvorsitzender gewählt. Nachdem er aus seinem Amt im Wahlausschuss aufgrund seiner Kandidatur zum Diözesanvorsitzenden ausschied, wurde Lena Schade aus der KLJB-Ortsgruppe Pfarrkirchen in den Wahlausschuss gewählt. Raphael Brandstetter aus Dietersburg im Kreis Rottal-Inn legte sein Amt nach drei Jahren als ehrenamtlicher Diözesanvorsitzender nieder. Er wurde bei einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Verabschiedungsabend aus dem Diözesanvorstand verabschiedet. Unter dem Motto „Raphaels große Abschiedspremiere“ haben sich Vertreter*innen der Kreise und anderer Ebenen, Kooperationspartner*innen und der Diözesanvorstand Spiele einfallen lassen, um ihn gebührend zu verabschieden. Mit einer Laudatio an Raphael Brandstetter, geschrieben und gelesen von Isabella Jaufmann, Geistlicher Verbandsleitung, und einem Partyabend endete die Verabschiedung.
Im Rechenschaftsbericht blickte der bisherige Vorstand auf das vergangene Arbeitsjahr zurück, bevor die Versammlung ihn einstimmig entlastete. Außerdem wurden zwei Anträge beschlossen: Der Diözesanverband möge einen kleinen Teil des Vermögens an den Freundes- und Förderverein der KLJB Passau e. V. spenden, damit dieser das Geld zur Unterstützung der Ortsgruppen und Kreise nutzen kann. Außerdem wurde der Jahresschwerpunkt „Wie nachhaltig ist die KLJB Passau?“ festgelegt, mit dem sich der Diözesanverband im kommenden Arbeitsjahr beschäftigen und evaluieren will, welche Nachhaltigkeitskriterien bereits erfüllt werden. Auf der Tagesordnung standen Berichte von Bundesvorsitzender Judith Böckle, Landesvorsitzenden Franz Wacker, Hubertus Kerscher vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Passau sowie Marie-Theres Pfoser von der Katholischen Landbewegung (KLB) Passau, dem Erwachsenenverband der KLJB. Außerdem gab es Infos vom Bayerischen Bauernverband, bei dem die KLJB von Jonas Holböck (Kreis Rottal-Inn) vertreten wird. Auch Simon Reisinger, der Vorsitzende des Freundes- und Fördervereins der KLJB Passau, der die Ortsgruppen und Kreise finanziell unterstützt, berichtete über seine Arbeit. Die Arbeitsgruppen WOK und ISK sowie der Arbeitskreis Land, die sich mit inhaltlichen Themen der KLJB beschäftigen, berichteten über Vergangenes und was in nächster Zeit ansteht.
Im Studienteil widmete sich die Versammlung einem interessanten Thema. Der Präventionsbeauftragte der Polizei Passau, Herr Stadler, referiert über verschiedene Drogen, deren Wirkungsweise und Folgen. Bei einem gemeinsamen Austausch diskutierten die Teilnehmer*innen über ihre persönlichen Einstellungen und Erfahrungen. Außerdem wurde die Alkoholbrille des Gesundheitsamtes Freyung-Grafenau getestet.
Im Kreisaustausch konnten die Ehrenamtlichen ihre Wünsche an den Diözesanvorstand äußern, ihre eigenen Aktionen im Kreis besprechen, Ausflugsideen einbringen und sich über landwirtschaftliche Themen, mit denen sie sich beschäftigen, einbringen.
Am Ende lud der amtierende Diözesanvorstand zur Landesversammlung der KLJB Bayern ein, die 2026 in der Diözese Passau stattfindet und ein besonderer Ausblick ist. Für dieses Gremium wurde eine 16-köpfige Delegation gewählt, die den Diözesanverband dort vertreten wird.
Der neu zusammengesetzte Diözesanvorstand blickt voller Vorfreude auf das kommende Arbeitsjahr. Bereits am nächsten Wochenende steht die Planungsklausur des neuen Teams an, bei der die Schwerpunkte und Ziele konkretisiert werden.
