Über die KLJB

Wir sind…

…Katholisch: Wir sind Teil der Kirche – gestalten die Kirche mit, kritisch und engagiert

…ein Ländlicher Jugendverband: Wir mischen mit beim Leben auf dem Land – politisch, ökologisch und sozial

…Jung: Jugendliche und junge Erwachsene machen bei uns mit – mit vielen kreativen Ideen, Ausdauer und Engagement

…eine Bewegung: Bei uns rührt sich was – weltweit auf allen Ebenen – in Gremien und Gruppen – in Aktionen und Projekten

Das Logo der KLJB – Kreuz und Pflug

Das Kreuz symbolisiert den Glauben, mit dem Emmeran Scharl (Gründer der KLJB), gemeinsam mit Jugendlichen, das Leben auf dem Dorf gestalten will. Es ist Ausdruck für lebendiges und zeitgemäßes Leben auf der Grundlage des Evangeliums und der christlichen Werte.

Der Pflug wiederum steht nicht nur für den ländlichen Lebensraum, den Ackerboden und die Landwirtschaft. Vielmehr ist es das Bild des Pflügens, das Emmeran Scharl fasziniert. Er möchte die Jugend, deren Lebenseinstellung und somit das gesamte Leben auf dem Land „umackern“, den Dingen auf den Grund gehen, anpacken und Verkrustungen aufbrechen, damit Neues wachsen kann.

Das Logo wurde im Laufe der Geschichte mehrmals im Design geändert, zuletzt 2006, als es bundesweit vereinheitlicht wurde.

Struktur der KLJB

 

Wir sind demokratisch organisiert; von der Orts- bis zur Weltebene gestalten Ehrenamtliche unseren Verband.

Die Basis der KLJB Struktur bilden die Ortsgruppen in den Pfarreien.

70.000 Mitglieder (ab 14 Jahren) engagieren sich Deutschlandweit in der KLJB – knapp 3.000 davon in der Diözese Passau.

Klaus von der Flüe und seine Frau Dorothea

Am 20. November 1951 macht eine Pilgergruppe um Emmeran Scharl auf der Rückreise einer Romfahrt in Sachseln in der Schweiz Halt. Hier wird Klaus von der Flüe als Patron der KLJB ausgerufen.

Bruder Klaus (1417 – 1487) ist ein besonderer, oft auch unbequemer und nicht immer leicht zu verstehender Heiliger. Beruflich schlägt er die Laufbahn des Ratsherren und Richters ein. 1447 heiratet er Dorothea Wyss. Sie haben zusammen zehn Kinder. Aufgrund untragbarer politischer Zustände und Ungerechtigkeiten legt Klaus von der Flüe 1466 alle politischen Ämter nieder. Ein Jahr später verlässt er seine Frau und seine Kinder, um im Ranft in Flüeli ein Leben als Einsiedler zu beginnen. Dort wird er vielen ein großer Vermittler und Ratgeber. Berühmt wird er als Versöhner der Schweizer Eidgenossen und als Friedensstifter. Sein Wirken ist geprägt von der Verbindung von Mystik und Politik – eine zentrale Grundlage der verbandlichen Spiritualität der KLJB.

Seine Frau Dorothea ermöglicht Bruder Klaus erst diesen Lebensweg, indem sie seine Lebensentscheidung mitträgt. Daher nahm die KLJB Bayern sie 1994 als Vorbild in die Satzung auf.

Die Gruppe der Weißen Rose

Die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ ist  Vorbild für die KLJB Passau. Die Mitglieder dieser Gruppe leisten während des Dritten Reiches Widerstand gegen das NS-Regime, besonders in Form von Flugblättern.

Es sind junge, naturverbundene und tief gläubige Menschen, die für diese Werte kämpfen. Die bekanntesten Mitglieder sind wohl die Geschwister Hans und Sophie Scholl, die für diesen Kampf ihr Leben riskieren und zusammen mit Christoph Probst am 22.02.1943 zum Tode verurteilt und umgebracht werden. In der Folgezeit werden weitere Personen der Weißen Rose verhaftet und hingerichtet.

KLJB Bayern – 1947 von Dr. Emmeran Scharl gegründet

Blickt man in die Vergangenheit der Katholischen Landjugendbewegung in Bayern, so trifft man immer wieder auf den Namen Dr. Emmeran Scharl.

Im April 1947 wird dieser von Kardinal Faulhaber beauftragt, die Jugendarbeit auf dem Land zu erneuern.

Im August 1947 entstehen unter seiner Federführung die ersten „Werkbriefe für die Landjugend“. Die erste Zeitschrift der katholischen Landjugend in Bayern erscheint 1948 unter dem Titel „Der Pflug“.

Geschichte der KLJB Passau

Reserl und Michael Wallner waren die treibenden Kräfte der Gründung der KLJB in der Diözese Passau.

Michael Wallner wurde 1950 zum Dekanatsjugendführer gewählt und in diesem Rahmen wurden auch alle Organe der KLJB ins Leben gerufen.

Dies stellt die Gründung der KLJB Passau dar.

Die 50er Jahre

In der Anfangszeit war es der KLJB wichtig, das Land wieder aufzubauen und den ländlichen Raum zu beleben. Auf der Basis christlicher Wertvorstellungen sollten Landjugend- Mitglieder Mitverantwortung in der Dorfgemeinschaft übernehmen. Die Struktur des Verbands wurde ausgebaut und gefestigt. Die KLJB wollte die bäuerliche Jugend vom katholischen Glauben her prägen und die bäuerliche Berufsorganisation auf eine konfessionelle Basis stellen. Deswegen setzt sie sich ein, zur Nachwuchsorganisation der Bayerischen Bauernverbands ernannt zu werden. Bis Ende der 50er Jahre wurde die KLJB zu einer wichtigen politischen Kraft auf dem Land.

Die 60er und 70er Jahre

Bis zu Beginn der 70er sind die Landjugendgruppen fast überall in Mädchen- und Jungengruppen geteilt. Dieses Konzept entspricht auch der getrennten Erziehung der Geschlechter an Jungen und Mädchenschulen. Es gibt eine KLJB-Frauenjugend und eine KLJB-Mannesjugend, die zusammen die KLJB bilden. Schulungen, Kurse (z. B. der Hauptkurs an der kath. Landvolkshochschule) und auch die Fußwallfahrt nach Altötting finden in geschlechtsgleichen Gruppen statt.

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Logo der KLJB Passau im Wandel der Zeit